{Motivation} Smart - goals

Heute Morgen saß ich um 7:30 völlig übermüdet in einer Vorlesung und habe versucht, dem Professor meine Aufmerksamkeit zu schenken, was mir - mehr oder weniger - gelungen ist. Eher weniger als mehr. Eigentlich hat mein Studium rein gar nichts mit den Inhalten meines Blogs zu tun und umso merkwürdiger ist es jetzt für mich, dass ich die Inhalte kombinieren kann. In der Vorlesung haben wir grob gesagt darüber gesprochen, wie man Ziele "smart", also intelligent formuliert und wieso das wichtig ist. Klingt komisch? Im Folgenden erfahrt ihr mehr!


Immer mehr ertappe ich mich dabei,dass ich mir Ziele setze und es nicht schaffe, diese einzuhalten. Wer kennt das nicht? "Diese Woche mache ich wieder mehr Sport", habe ich mir schon so oft am Montagmorgen gesagt. Letzendlich, wenn ich auf die Woche am Sonntag zurück blicke, habe ich es doch nicht so oft geschafft, wie ich es mir eigentlich vorgenommen habe. Der Vortrag heute Morgen hat mir meine noch verschlafenen Augen etwas geöffnet. Hat man das Prinzip einmal verstanden, scheint es so leicht und logisch zu sein, seine Ziele durchzuhalten - zumindest theoretisch.

Lasst mich das Smart-Prinzip mit einem konkreten Beispiel erklären. Da ich mir oft vornehmen, mehr laufen zu gehen, sage ich mir bewusst "Ich möchte mehr Sport machen." Das Ziel ist jedoch ungeschickt formuliert und verleitet eher dazu, es wieder zu verwerfen, weil es zu allgemein formuliert ist. Wie können wir dieses Ziel also konkretisieren?



Das Smart-Prinzip besagt, dass Ziele spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminierbar sein müssen. Nur, wenn unsere Ziele all' das beinhalten, sind es gute Ziele, die verfolgt werden können.

Spezifisch

Eine eindeutige Festlegung des Ziels hilft, dieses einzugrenzen und hilft, sich auf eine bestimmte Sache fokussieren zu können. In unserem konkreten Beispiel heißt es dann anstatt "Ich möchte mehr Sport machen.":
Ich gehe wieder mehr joggen.


Messbar

 Eine Messbarkeit ist wichtig, um festzustellen, ob und in welchem Maße das Ziel im Nachhinein erreicht werden konnte. Dazu müssen wir unser Ziel "Ich gehe wieder mehr joggen." noch einmal überarbeiten:
Ich jogge 50 km.


Akzeptiert

Akzeptiert trifft es im Deutschen vielleicht nicht ganz. Ein Ziel muss nicht akzeptiert sein (vielleicht von einem selbst), sondern "achievable", also erreichbar sein. Hier habe ich bereits darüber geschrieben, dass es wichtig ist große und kleine Ziele zu formulieren. Wenn man allgemeine, unspezifische Ziele formuliert, gibt es zu viel Spielraum bei dem Prozess des Ereichens. Diesen Spielraum wollen wir verringern, indem wir unser Ziel erreichbar machen.

Realistisch

Neben der Erreichbarkeit ist es wichtig, dass das Ziel realistisch formuliert ist und es wahrscheinlich ist, dieses zu Erreichen. Nichts ist unmotivierender, als Ziele vor Augen zu haben, von denen man genau weiß, dass man sie nicht einhalten kann, weil es unmöglich ist. Wir überarbeiten unsere Formulierung also noch mal. Aus "Ich jogge 50 km." wird nun:
Ich jogge 5 km.


Terminierbar

Wichtig ist auch, einen Stichtag vor Augen zu haben, bis wann man das Ziel spätestens erreichen möchte. Dazu sollte man einen Tag wählen, der nicht allzu weit in der Ferne liegt. Das Ziel könnte also am Ende lauten:

Diese Woche / Bis Sonntag jogge ich 5 km. 

Wir haben jetzt mit Hilfe des Smart-Prinzips ein konkretes, messbares & (zeitlich) erreichbares Ziel formuliert. Forscher haben herausgefunden, dass das Unterbewusstsein Sätze, die mit drei P's formuliert sind (1. Person, Präsens, positiv) am Besten aufnehmen kann. Mein neu formuliertes Ziel führe ich mir jeden Morgen vor Augen, denn so kann es in meinem Kopf nicht in Vergessenheit geraten.

Jetzt interessiert mich natürlich, was ihr euch so für Ziele gesetzt habt? Lasst es mich wissen!

1 Kommentar